21. VVO Oberelbe-Marathon, 29. April 2018

Bewegend! Das war der OEM21.

Der 21. VVO Oberelbe-Marathon ist Geschichte und wir möchten einen Blick zurück werfen. Natürlich dürfen da ein paar Zeiten, Zahlen und Fakten nicht fehlen - aber vor allem möchten wir ein bisschen vom Geschehen hinter den Kulissen berichten.

Es hing uns im Vorfeld hin und wieder ordentlich das Herz in der Hose!

Der lange Winter ließ die Meldezahlen zunächst nicht gerade explodieren.

Aber mit dem Frühling kamen auch die Anmeldungen. Natürlich rotierte auch Organisationschef Uwe Sonntag fleißig und bald standen einige TOP-Athleten in der Startliste. Marcel Krieghoff, Sieger des Rennsteig-Marathon 2017, hatte sich mit der klaren Ansage angekündigt, den Streckenrekord anzugreifen. Ein Vorhaben, das dem Lokalmatador Marc Schulze im Vorjahr nicht gelungen war – der nun aber auch nicht widerstehen konnte und sich in der vordersten Startreihe, wenn auch mit geringerem Anspruch an sich selbst, wiederfand. Den Grund dafür schiebt er im Kinderwagen vor sich her, genau wie eine alte Freundin des OEM: Kristin Hempel, zweifache OEM-Marathonsiegerin, feierte auf der Halbmarathondistanz ein genüssliches Comeback nach ihrer Babypause. Weitere bekannte aber auch neue Gesichter füllten schließlich die Startblöcke – so nahm gleich eine ganze Reisegruppe aus Südafrika den OEM auf ihrer Marathon-Tournee durch Deutschland mit.

Mit großem Erfolg: Ein Teil dieser Reisegruppe war Jaco Smith, der äußerst leichtfüßig und souverän auf dem zweiten Platz im Marathon einlief (2:41:38). Sieger auf der Königsdistanz durfte sich am Ende des Tages Marc Schulze nennen. Er holte sich den dritten Sieg in Folge (2:40:51) und damit das OEM Triple, lag im Ziel mindestens ebenso glücklich und gerührt wie erschöpft dem Organisationschef im Arm und stand der Presse Rede und Antwort. Krieghoff kam mit einem deutlichen Abstand als Drittplatzierter ins Ziel (2:49:49).

Ein Überraschungsgast auf der Marathondistanz war die später strahlende Siegerin Daniela Oemus (2:55:29) – ebenfalls erfolgreich beim Rennsteiglauf 2017, allerdings siegte sie hier auf der Ultramarathondistanz. Sie genoss sichtlich den Zieleinlauf und die ausgelassene Stimmung im Stadion, blieb noch lange und suchte den Kontakt zu Mitstreitern und zum Team. Das ist OEM!

Von Glanzleistungen können wir auch auf der Halbmarathondistanz berichten: Sympathieträger Vincent Hoyer siegte in 1:10:25 und Ina Zscherper lieferte ein überragendes Finish über die 21,1 km in 1:22:12 bei den Damen ab.

Die Bauarbeiten auf der Strecke bereiteten uns lange Kopfzerbrechen.

Schon weit im Vorfeld wussten wir, dass die Streckenführung beim OEM21 eine Herausforderung für uns werden wird.

Der Brückenneubau über das Flüsschen Gottleuba am Elberadweg machte eine Umleitung der Marathonstrecke in Pirna unvermeidbar. Großer Polizeieinsatz war notwendig, Einschränkungen im Straßenverkehr die Folge. Alles nicht im eigentlichen Sinne des OEM – aber keinesfalls ein Grund für uns, den Kopf in den Sand zu stecken. Lange Verhandlungen, immer wieder Abstimmungen, Freigaben, Genehmigungen. Schließlich stand die Strecke und alles funktionierte auf den Punkt, wenn auch mit großem personellem, finanziellem und organisatorischem Aufwand. Einen tollen Nebeneffekt hatte aber die Umleitung, denn die Marathonis liefen über die Startlinie des Lichtenauer Halbmarathons und erhielten dort ihre "Halbzeit".

In Heidenau wurden kurzerhand tonnenschwere Betonklötzer für uns zur Seite geräumt – hier konnten wir dank weitsichtiger Planung tatsächlich durch die noch nicht fertige und noch nicht offene Hochwasserschutz-Baustelle laufen. Großer Dank gilt hier der Stadtverwaltung Heidenau.

Ein größeres Problem stellte da tatsächlich das schöne sommerliche Wetter für die Streckencrew dar: vor allem an Hotspots in Dresden wie Pillnitz, Laubegast, die Elbwiesen oder am Fährgarten Johanntadt hatten sie ordentlich zu tun, Passanten vom Radweg für die Läufer fern zu halten. Allen Helfern, sowie der Polizei in Pirna und Dresden möchten wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für die gute Unterstützung danken. Am Ende können wir auf einen reibungslosen Ablauf auf der Strecke und gelungenen Lauf zurückblicken.

Bis zuletzt fehlten noch wichtige Helferhände

Die Streckencrew ist nur ein Puzzleteil! Auf- und Abbau, Messe, Gepäck, Verpflegung– helfende Hände kann es da nie genug geben. Noch wenige Tage vor dem Start waren einige Posten unbesetzt – aber die Begeisterung steckt an. Ist es erst soweit, sind alle mindestens so motiviert wie aufgeregt. Ob alte Hasen oder Neulinge, Vereine, Familien oder Kollegen – alle packten mit an, allen machte es Spaß, zu helfen. Ohne sie alle, gäbe es keinen Oberelbe-Marathon!

Ende gut, alles gut! #oemgut

So starteten am Morgen des 29. April 2018 die Läufer auf allen Distanzen pünktlich Richtung Heinz-Steyer Stadion. Die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette – auf der Strecke und am Streckenrand - überschweifende Emotionen im Zielbereich. Zum Schluss feierten alle gemeinsam ein läuferisches Sommerfest zwischen Königstein und Dresden und schließlich im Ziel.

Wir sagen Danke für diesen bewegenden Tag!



Danke allen Helfern und Supportern. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und an unsere Sponsoren – ohne die tatkräftige und teils bedingungslose Unterstützung wäre der OEM so wie er ist nicht realisierbar. Großer Dank gilt auch euch 5.132 Läufern – 1.918 Ladies und 3.214 Gentleman aus 34 Nationen zwischen 6 und 89 Jahren.

Ihr alle habt etwas bewegt! Euch selbst, klar - und zwar ordentlich, vielleicht auch hinaus aus eurer eigenen Komfortzone und über Grenzen hinweg. Aber nicht nur das. Viel mehr: Ihr habt unser Herz wieder aus den Kniekehlen gerettet, es zurück an den rechten Fleck bewegt. Ihr alle habt den OEM gestaltet und mit Leben gefüllt.

Danke für diesen wunderbaren Tag. Ihr seid spitze. Ihr seid der OEM!

Bis nächstes Jahr zum #OEM22 am 28. April 2019!
 #oem21


20. VVO Oberelbe-Marathon, 30. April 2017

Und schon wieder vorbei.... der Jubiläumslauf ist Geschichte...

Kaiserwetter! Das meistgesagte Wort heute und auch die perfekte Beschreibung für unseren Jubiläumsmarathon. 20 Jahre OEM bedeuteten auch 20 Jahre Wetterkapriolen, 20 Jahre Streckenänderungen wegen Baustellen, 20 Jahre Ungeplantes schnell und hinter den Kulissen zum Guten wenden. Unser OEM ist erwachsen geworden, wir haben aus vielen kleinen und großen Dingen gelernt, haben verbessert, umgeplant, gezaubert. Team-Mitglieder und Helfer kamen und gingen  - einige von ihnen sind und schon 20 Jahre treu. Und dafür sagen wir DANKE. Einen Marathon mit mehr als 6000 Startern mit nur einem 22-köpfigen ehrenamtlichen Verein planen? Machbar. Aber das Ganze dann auch am Laufwochenende umsetzen? Nein. Dafür haben wir unsere fleißgen Bienen an der Strecke, im Stadion, auf der Messe. Sie stehen an einem Tag, der wunderbares Wetter verspricht, um 5:00 auf, um sich dann in der noch kühlen Dresdner Elbluft mit Flatterband und Warnbaken herumzuschlagen, Pavillons aufzubauen, Radfahrer und Fußgänger von der Strecke fern zu halten, 6400 Bananen zu halbieren, 5000 Äpfel zu schnippeln, 7500 Liter Mineralwasser in 70.000 Becher zu verteilen und dann trotzdem für jeden Läufer aufmunternde Worte und ein Lächeln zu haben. Und nach den Läufern dann alles wieder fein säuberlich wie die Heinzelmännchen zusammenzuräumen, damit es schon am Abend so aussieht, als wäre nichts passiert. Ohne euch Helfer wäre es uns nicht möglich, diesen großartigen Marathon zu stemmen. DANKE!!!

Aber trotzdem - was nützen die Helfer, wenn sie niemanden haben, dem sie im Ziel eine Medaille umhängen können? Tee reichen und die Gepäckbeutel aushändigen können? Wir sind stolz wie Bolle, dass wir seit so vielen Jahren auf eine treue Läuferschaft bauen dürfen, die Jahr für Jahr unsere kühnsten Hoffnungen bei den Anmeldezahlen übertrifft. Zu unserem 20. OEM gab es 6320 Anmeldungen - davon 1346 in der Königsklasse Marathon, 2676 auf dem HM, 1312 auf den 10km, 442 auf der neuen 5km-Strecke und 544 Minimarathonis. Danke dafür, dass ihr uns diesen Vertrauensbeweis schenkt und zudem noch eure Familien und Freunde die Strecke säumen und das Stadion füllen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schön dieser Anblick für uns, das Orga-Team, ist, wenn wir bei diesem genialen Wetter in das volle Stadion und so viele glückliche Gesichter blicken, und wissen, dass die Veranstaltung von unserer Sicht aus gelungen ist. Alle großen Baustellen wurden behoben, vieles passiert vollkommen im Hintergrund, ohne, dass Läufer oder Helfer es wissen. Und das macht uns auch ein kleines bisschen stolz ;)

Aber genug des Selbstlobes! Sie Sonne und die strahlenden Gesichter im Ziel sind Belohnung genug für uns. Es war euer Tag!

Danke, dass wir ihn für euch etwas runder gestalten durften und sogar die Wetterbestellung pünktlich angekommen ist…. ;)

Wir hoffen, Ihr hattet eine gute Heimreise oder noch einen schönen Feiertag in Dresden!

Wir hoffen auf ein Wiedersehen in 2018 :)


19. VVO Oberelbe-Marathon, 24. April 2016

Ihr alle habt es wieder zu einem großartigen Lauf werden lassen!

Der kälteste OEM aller Zeiten liegt fast hinter uns. Der Morgen startete mit 2 Grad - noch trocken. Danach folgte ein Wechselbad des Wetters und der Gefühle - Graupelschauer wurden durch warme Sonnenstrahlen abgelöst und wir bangten um die Veranstaltung. Aber IHR ALLE habt es wieder zu einem großartigen Lauf werden lassen!

Auf der Strecke waren 101 Walker, 669 Minimarathonis, 1228 10km-Läufer, 2171 Halbmarathonis und 927 Marathonläufer unterwegs, wurden mit unterwegs mit 6000 Bananen, 4000 Äpfeln und 3000 Energieriegeln sowie Getränken aus über 100.000 Bechern von 400 Helfern an der Strecke und im Stadion versorgt. Gepäckbeutel wurden sortiert und ausgegeben. Die Fäden halten dabei ein Race Director und ein 22-Personen starker ehrenamtlicher Verein zusammen.

Das alles machen wir aus total egoistischen Gründen für euch. Weil uns euer Lächeln, Lachen, Grinsen, Schnaufen, Jubeln, Schreien, Springen, Tanzen beim Zieleinlauf einfach mehr gibt als das vollste Bankkonto. DANKE! Und wir freuen uns jedes Jahr wieder auf diese Veranstaltung, grübeln und planen, koordinieren und schlagen uns die Abende und Nächte um die Ohren. Weil - und das meinen wir wirklich ernst - euer Zieleinlauf einfach ein wunderbares Erlebnis für uns ist.

Deshalb: lauft weiter, macht diese Veranstaltung weiter zu einem so großartigen Event! Ohne euch wärs ein leerer Elbaradweg mit einem noch leereren Stadion. Wir sehen uns hoffentlich bei unserem Geburtstags-OEM im nächsten Jahr: da feiern wir unseren 20. mit euch - die Anmeldung dazu ist noch ein paar Tage zu Sonderkonditionen offen.

DANKE an euch!

Wir wünschen euch allen eine gute Heimfahrt und einen wunderbaren grinsenden Abend.

Euer OEM-Team


18. VVO Oberelbe-Marathon, 26. April 2015

Heinz-Steyer-Stadion

Die Sieger des Minimarathons sind bereits im Ziel, als plötzlich ganz viele Helfer in blauen Shirts loswuseln und die Innenbahn mit Gittern absperren. Kaum sind die Gitter aufgebaut, stürmt rückwärts laufend Thomas Dold ins Stadion. Der 30jährige Baden-Württemberger ist umgeben von Radfahrern, die ihm den Weg frei machen oder mit Handzeichen und Rufen zeigen und beschreiben, welchen Hindernissen er aus dem Weg laufen muss. Im blinden Vertrauen begibt er sich auf 73/4 Stadionrunden. Die Zuschauer klatschen, rufen, trampeln, winken, fotografieren und fiebern mit. Denn Thomas ist auf dem besten Weg, den Weltrekord im 10-km-Rückwärtslaufen zu pulverisieren. Dieser steht bei 40:02. Uwe Sonntag, Race Director des VVO Oberelbe-Marathon wirft einen Blick auf die Uhr über dem Ziel: "Das schafft er!! Er knackt den Rekord!" ruft er und hibbelt zwischen Laufstrecke und Zieleinlauf hin und her. "Wie viele Runden ist er jetzt gelaufen? 4 oder schon 5?" Man sollte meinen, dass das Zählen bis sieben ganz einfach ist. Nicht aber, wenn man als Zuschauer aufgeregt am Rand steht und mitfiebert. Schließlich, endlich biegt Thomas auf die Zielgerade. Ein kurzes Raunen geht durch die Zuschauer, als Dold kurz stolpert. Doch er fängt sich wieder und sprintet ins Ziel: 0:39:20 zeigt die Uhr, als Thomas Dold unter dem Jubel der Zuschauer den neuen Weltrekord in Dresden aufstellt.

Doch nicht nur für Thomas Dold geht es um die Erfüllung des hart erarbeiteten Trainingsziels. Tausende Läufer haben sich heute auf den Elbradweg begeben, um neue persönliche Bestzeiten aufzustellen, erstmals eine Distanz zu überwinden, die sie noch nie gelaufen sind, um einfach mit Freunden Spaß zu haben oder zu testen, was in ihnen steckt. Viele von ihnen sind mit dem Zug zu ihren Startorten gefahren und stehen nun aufgeregt am Start. So erfahren viele Läufer sind, die typische Wettkampf-Aufregung ist an allen Orten deutlich zu spüren. Doch alle wissen, dass sie sich unterwegs auf rund 450 ehrenamtliche Helfer verlassen können, die heute nur für sie da sind. Sie werden ihnen Wasser, Tee, Bananen, Äpfel, Riegel und Isogetränke reichen, sich um ihre schmerzenden Beine kümmern und ihnen zujubeln, wenn sie ihren Zielen entgegenlaufen.

AOK Plus 3,7 km Minimarathon

Über 800 Läufer stehen am Start des AOK Plus 3,7 km Minimarathons. Eltern richten ihren Kindern noch schnell die Startnummern und klopfen ihnen aufmunternd auf die Schulter. Noch nie hatten wir so viele Kinder am Start. Diesen Kindern zuzusehen, ist eine wahre Freude. Sobald der Startschuss fällt gibt es kein Halten. Die Kinder machen sich nicht so viele Gedanken wie die alten Hasen. Kräfte einteilen? Ach was. Es wird losgesprintet und das Tempo gehalten, so lange es eben geht. Dieser Einsatz soll belohnt werden. Bereits zum zweiten Mal gibt es eine Altersklassensiegerehrung für unsere jüngsten Sportler zwischen 7 und 16 Jahren: Wir gratulieren ganz herzlich allen Finishern, insbesondere aber Johannes Heinke, Fanny Habenicht, Arthur Sachse, Carolin Otto, Jannik Döring, Celina Raupach, Hugo Matthes, Neele Habenicht, Oliver Rehn und Clarissa Ermel zum jeweils ersten Platz ihrer Altersklasse, Jannis Fonfara, Eleonora Schütze, Steve Deinhardt, Lene Zimmermann, Ole Köhler, Lea Weidlich, Leon Schäfer, Katja Julie Korn, Hans Matthes und Viktoria Kellmer zum jeweils zweiten Platz und Emil Sachse, Talea Riedel, Benjamin Futterschneider, Theresa Heinrich, Richard Kannegießer, Jacobine Behrisch, Cedrik Förster, Luisa Gutbier, Franz Gawlitza und Fabia Werner zum jeweils dritten Platz ihrer Altersklasse. Gesamtsieger werden Uwe Merdon vom Citylauf-Verein Dresden mit 0:12:36 h und Jana Lamm vom MSV Meusegast mit 0:15:34 h. Auf dem zweiten Platz folgen Oliver Rehn, Dresdner SC 1898 (0:12:51) und Juliane Anke, SC Plauen 06 (0:15:37 h). Drittplatzierte sind Hans Matthes, SV Lok Blankenburg 1949 (0:12:56 h) und Carolin Otto, kmc-geising (0:15:52). Eine besondere Ehrung erfährt die 39. Grundschule Dresden, die 227 Teilnehmer an den Start schickt. Starke Schule! Unser Verein bedankt sich für den großen Zuspruch beim Minimarathon und spendet einen Euro pro Starter an den Ambulanten Kinderhospizdienst Dresden. In diesem Jahr kamen knapp 900 EUR für einen guten Zweck zusammen.

schulz-aktiv-10-km-Lauf

Nach dem Zieleinlauf der Mini-Marathonis und von Thomas Dold warten wir im Stadion mit Spannung auf die schnellsten Läufer auf der Strecke des schulz-aktiv-10-km-Laufs. Der Streckenrekord liegt bei den Männern bei 0:30:20 und wurde bereits 2009 von Wolfram Müller aufgestellt. Den Rekord bei den Frauen hält seit 2012 Simone Maissenbacher mit 0:37:18 h.

Die Sonne brennt heiß vom Himmel. Wir fiebern Paul Schmidt von thoni mara Laufbekleidung entgegen, der den Berlin Halbmarathon 2015 in einer Zeit von 1:04:58 h absolvierte. Doch heute scheint es schwer Rekorde zu knacken. Paul Schmidt fliegt mit 0:31:58 ins Ziel und sichert sich den ersten Platz, dicht gefolgt von seinem Freund Marc Schulze vom Citylaufverein Dresden mit 0:32:09 h und Karl Bebendorf vom Thomas Sport Center mit 0:33:13. Bei den Frauen läuft Patricia Siegert vom USV Dresden, Sektion Orientierungslauf mit 0:39:19 h auf Platz 1 und ist damit vorwärts eine Sekunde schneller unterwegs also Thomas Dold rückwärts. Die Triathletin Simone Bürli von Ausdauerlauf-Dresden.de/Triathlon Verein Dresden folgt dichtauf mit 0:39:34 und Eva Lamm vom LSV Pirna sichert sich den dritten Platz mit 0:39:49. Nach 1:40:11 können wir unsere letzte Läuferin der 10-km-Strecke, Grit Valentin aus Tostedt im Ziel begrüßen.

Auch unsere 7,5 km Walking Strecke erfreut sich immer größerer Beliebtheit. 147 Sportler sind auf der Strecke. Frank Sonntag vom Verein MD-Sunwalker ist bereits nach beeindruckenden 0:41:07 h im Ziel und sichert sich damit einen gewaltigen Vorsprung Platz 1, vor dem Zweitplatzierten Andreas Schneider aus Obercunnersdorf (0:49:57) und Joachim Heulbein vom OSC Löbau, der nach 0:55:08 h das Ziel erreichte. Bei den Frauen ist das Siegerfeld deutlich näher beieinander. Katrin Flemming von Motor Mickten und Carla Bergner aus Heidenau walken nach 0:54:57 durchs Ziel, gefolgt von Ute Sladek vom Team Guti (0:55:19 h).

Lichtenauer Halbmarathon

Das Stadion füllt sich immer weiter und die erfolgreichen Kinder erobern die Hüpfburgen. Derweil wandern die Blicke des Organisationsteams zur Uhr. Die ersten Läufer auf der Strecke des Lichtenauer Halbmarathon sollten bald ins Ziel kommen. Lennart Sponar (Berlin) hat 2010 den Streckenrekord bei 1:07:46 h festgeschrieben. Die Zeit rückt unaufhaltsam voran und als die Streckenrekordszeit verstreicht, ist noch kein Läufer in Sicht. Schließlich brandet wieder Jubel im Stadion auf und Marcel Krieghoff (USV Erfurt) donnert mit 1:12:41 h ins Ziel. Ihm folgt mit langen Schritten André Fischer vom Team Dresdner Laufsportladen / TSV Dresden mit 1:12:45 h. Matthias Flade vom DJK LC Vorra/new balance Team sichert sich Platz 3 mit 1:14:53.

Der Rekord bei den Frauen ist noch nicht ganz so alt. Carolin Gläser vom Apoldaer LV hat ihn 2013 mit 01:19:07 h aufgestellt. Tick-Tack - wieder fliegen die Blicke zu den Uhren und auch hier verstreicht die Rekordzeit ungebrochen. Heike Volkert der LAV Stadtwerke Tübingen läuft mit glatten 1:22:00 aufs Siegerpodest und damit fast 10 Minuten schneller als die zweitplatzierte Julia Goossens von jk running/Citylaufverein Dresden, die nach 1:31:25 vor Birgit Kretzschmar vm TSV Dresden (1:31:35 h) das Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Immer mehr Läufer erreichen nun das Ziel. Sie liegen entspannt auf der Wiese oder chillen in einem der vielen Liegestühle. Kinder laufen mit bemalten Gesichtern und Eis in der Hand an uns vorbei, an den Verkaufsständen werden Shirts anprobiert. Wir beobachten "unsere" Läufer und ihre Familien, wie sie sich in den Armen liegen, sehen wie sich Läufer die schmerzenden Beine massieren, Menschen die sich herzlich anlachen und aufgeregt von ihrem Lauf erzählen, ruhige Sportler mit einem leisen Lächeln im Gesicht. Diesen kunterbunten Anblick und die vielen kleinen persönlichen Augenblicke lieben wir ganz besonders.

Marathon

Und dann wandern die Blicke der Verantwortlichen wieder zu den Uhren. Der Streckenrekord auf der Marathondistanz liegt bei den Männern bei 2:25:00 h und wurde 2010 durch Bartosz Mazerski aus Polen aufgestellt. Heute haben wir wieder wahnsinnig schnelle Läufer auf der Strecke. Wir sind gespannt auf Niels Bubel von Die Laufpartner. Niels ist 2014 und 2015 deutscher Meister über 50 km geworden. Seine Habmarathonzwischenzeit von 1:11:18 lässt uns kurz hochrechnen und dann optimistisch auf den Streckenrekord der Männer blicken. Verblüfft betrachten wir die Durchgangszeit der schnellsten Frau auf der Marathonstrecke. Abiyot Deme aus Addis Abeba hat nach nur 1:18:33 den Halbmarathon absolviert. Abiyot hatten wir gar nicht auf dem Zettel. Ganz kurzfristig hat sie sich noch angemeldet und ist dabei, die bereits 2009 durch Simone Raatz der SG Karlsruhe mit 2:50:42 h gesetzte Streckenrekordzeit weit zu unterbieten.

02:23:38 - Niels Bubel erobert strahlend das Ziel und setzt damit neue Maßstäbe für künftige Angreifer auf den Streckenrekord. Auf Platz 2 läuft Siyoum Lemma aus Addis Abeba in 2:26:49 h, gefolgt von Maciek Miereczko, der mit einer Zeit von 2:27:38 h den dritten Platz auf dem Siegerpodest erklimmen darf.

Und dann passiert es. Abiyot Deme kann ihre unterwegs gezeigte Geschwindigkeit beibehalten und erreicht als 1. Frau mit einer Zeit von 2:38:41 und als vierter Marathoni nach Miereczko das Ziel. Die Zuschauer jubeln begeistert und wir reiben uns die Augen. Der bisherige Streckenrekord wurde um rund 12 Minuten unterboten! Wow! Kristin Hempel von KS-Sportsworld läuft nach 3:03:29 h ins Ziel, Agnieszka Kuzyk (Wkb Meta Lubliniec) sichert sich Platz 3 mit 3:09:29 h. Wir gratulieren herzlich!

Die Siegerehrungen laufen weiter. Leckerer Saft sowie kaltes Bier fließen in Strömen. Auch der Himmel öffnet mehrfach seine Schleusen und überrascht uns mit heftigen Regengüssen. Glücklicherweise sind diese recht kurz und tun dem bunten Treiben keinen Abbruch. Nur einmal muss eine Siegerehrung kurz unterbrochen werden.

Heute ehren wir aber nicht nur unsere tollen Läufer, sondern auch Tilo Kühne und Achim Jacobi. Diese beiden Urgesteine des Oberelbe-Marathon e.V. haben letztmalig ihren geliebten OEM als Vereinsmitglieder unterstützt. Tilo war jahrelang sehr geschätzter Vorsitzender des Vereins, Achim kennen viele Läufer, da er am Infostand kompetent und in vielen Sprachen Auskunft zu allen Details rund um den Lauf geben konnte. Beide freuen sich nun über ihre "ewige Startnummer", mit der sie künftig zu jedem OEM antreten können - schließlich konnten sie in den vielen Jahren ihrer Vereinsmitgliedschaft nicht auf die eigene Strecke gehen.

Nach 5:39:48 h durchläuft Sonja Hoffmann vom FC Deutsche Post das Ziel und beendet damit einen rundum gelungenen 18. VVO Oberelbe-Marathon. Wir bedanken uns herzlich bei allen Sponsoren, Helfern, Läufern und deren Familien für einen wunderschönen und erfolgreichen Tag und freuen uns auf ein Wiedersehen am 24. April 2016!

Katja Gertel, Presseabteilung Oberelbe-Marathon e.V.