05/2018 Monika Koch (Witten/Nordrhein-Westfalen)

Liebes Orga-Team des Oberelbe Marathon!

Ich weiß, dass bei einem Marathon und den anderen Strecken natürlich die Zeit im Vordergrund steht, aber ich möchte Ihnen meine Geschichte des 5-km Laufes erzählen. Ich bin die Startnummer 50163, werde im September 55 Jahre alt, war nie sportlich, ging nur wandern/ walken und fand joggen immer blöd.

Vor fast 5 Jahren bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose. Bei mir sind Koordination, Gleichgewicht und die unteren Extremitäten betroffen. Im Krankenhaus war es mir kaum möglich vom Bett ins Bad zu kommen. Nach 5 Wochen Reha begann ich wieder zu wandern und walken und ging zusätzlich regelmäßig schwimmen. Das war meinem Mann zu langweilig und so begann ich vor ca. 1,5 Jahren langsam zu joggen, damit wir auch gemeinsam Sport treiben können. Am Anfang 30 Sekunden joggen, eigentlich mehr traben und dann 3 Minuten gehen. Da es mir mit der MS nicht immer gut geht, steigerten sich die Intervalle auch nur sehr langsam.

Vor einem Jahr besuchten wir als Touristen Dresden, wollten mit dem Dampfer auf der Elbe fahren und sahen am 30. April zufällig den OEM. Die Stimmung hat mir gefallen und ich sagte zu meinem Mann: "Hier einmal ein Stück mitzulaufen, das wäre ein Traum"

Den Traum habe ich mir erfüllt. Ich habe für die 5 KM 45,52 Minuten benötigt. Eine Zeit die für den Großteil der Läufer lächerlich ist, aber für mich fühlt sie sich an wie ein Sieg, Es war ein beeindruckendes Erlebnis von den Zuschauern und anderen Läufern angefeuert und unterstützt zu werden.

Dieses Erlebnis wird mir immer Kraft geben, egal wie es weiter geht.

Dafür möchte ich dem gesamten Orga-Team und allen Helfern danken. Es war wirklich toll!

Herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet Monika Koch